Gewalt gegen Kinder


1 Einleitung
2 Körperliche Gewalt
2.1 Sexueller Missbrauch
3 Seelische und psychische Gewalt
4 Weiterführende Links


Kinder gehören zu den schwachen Mitgliedern in unserer Gesellschaft. Daher sind auch sie einer potenziellen Gefahr ausgesetzt, Gewalt durch geistig und/oder körperlich überlegene Erwachsene zu erfahren. Dies war schon immer so, jedoch haben sich Form und Intensität von Gewalt im Laufe der Zeit immer wieder verändert.

1 Einleitung

Während es in früheren Zeiten im Allgemeinen mehr körperliche Gewalt gegen Kinder gab, so sind es heutzutage wahrscheinlich eher subtilere Formen, die zudem nicht immer direkt von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Dennoch geraten vor allem Missbrauchs- und Vernachlässigungsereignisse in die Schlagzeilen, die manchmal sogar den Tod von Kindern zur Folge haben. Ohne die Schwere solcher Geschehnisse in Frage stellen zu wollen, sollten wir jedoch nicht die Augen davor verschließen, dass Gewalt an Kindern oft im Kleinen anfängt. Es erscheint uns daher sinnvoller, hier anzusetzen, wenn wir zum Beispiel über mögliche Ursachen von Gewalt nachdenken wollen. Auch stellt eine solche Vorgehensweise eine bessere Basis zur Entwicklung von Präventionsmaßnahmen dar.


2 Körperliche Gewalt

Glücklicherweise zählt diese Form der Gewalt an Kindern, zumindest in unserer heutigen Gesellschaft, nicht mehr zu den am häufigsten vorkommenden. Aber wenn wir mit älteren Menschen sprechen, dann können wir oft noch von derartigen Gewalterfahrungen hören: Sei es der Rohrstock des Lehrers in der Schule oder die Ohrfeige beziehungsweise Tracht Prügel zuhause ... Diese Form der Gewalt wurde lange Zeit völlig selbstverständlich als Strafe oder zur Durchsetzung pädagogischer Maßnahmen eingesetzt. Lange Zeit war sogar von einem Züchtigungsrecht der Eltern die Rede. Dies ist heute nicht mehr so.

Unsere Gesellschaft hat das Kind als eigenständige Persönlichkeit begriffen, das ebenso über eine Würde verfügt wie der Erwachsene auch. Darüber hinaus hat man verstanden, dass für die Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls und/oder Selbstbewusstseins die körperliche Gewalt als Erziehungsmaßnahme nicht nur ungeeignet ist, sondern dieser sogar zuwider läuft. Heute treffen wir körperliche Gewalt gegen Kinder häufig als Folge einer Überforderung erwachsener Bezugspersonen bzw. als eine unkontrollierte Überreaktion an.

Allerdings kann und darf auch eine aus vorgenannten Gründen heraus erfolgende körperliche Gewaltmaßnahme gegen ein Kind nicht als Entschuldigung hierfür dienen! Immerhin gibt es inzwischen zahlreiche gesellschaftliche Beratungs- und Hilfestellen, über die sich betreffende Erwachsene helfen lassen können. Auf einige werden wir auch auf unserer Seite hinweisen.

Abschließend sollte nicht unerwähnt bleiben, dass es leider auch heute noch erwachsene Menschen gibt, die Kindern mit körperlicher Gewalt begegnen, um ihre eigenen selbstsüchtigen Bedürfnisse durchzusetzen. Unsere Gesetzgebung, insbesondere das Strafgesetzbuch, nimmt hier jedoch eine eindeutige Position für das Kind ein.

2.1 Sexueller Missbrauch


3 Seelische und psychische Gewalt

Hierbei handelt es sich um eine meist subtile Form der Gewaltausübung Erwachsener gegenüber Kindern, die bewusst aber auch unbewusst erfolgen kann.

Erschwert wird die Eingrenzung, wann eine solche Form von Gewalt vorliegt und wann nicht, dadurch, dass die Übergänge hier oft fließend sind. Dabei spielt einerseits zum Beispiel die Intention des Erwachsenen, andererseits aber auch die individuelle psychische Eigenart des Kindes eine große Rolle. So kann es vorkommen, dass von einem Außenstehenden gar nicht zu erkennen ist, worin beispielsweise in einer Bemerkung der Mutter zu ihrem Sprössling evtl. seelische oder psychische Gewalt liegen könnte. Das Kind hingegen versteht die Wortwahl seiner Mutter sehr genau und empfindet ihre Bemerkung als Seitenhieb.

Schwierig ist es auch bei sehr kleinen Kindern: Will zum Beispiel der dreijährige Sohnemann bei einer Wanderung unbedingt die ganze Zeit vom Papa auf dem Arm getragen werden, so könnte dieser berechtigt darauf hinweisen, dass „Klein-Fritzchen“ durchaus ein seinem Alter entsprechendes Stück des Weges laufen könnte ... Der Sohnemann wiederum könnte die Ablehnung seines Bedürfnisses (auf dem Arm getragen zu werden) in dieser Entwicklungsphase als Liebesentzug empfinden, weil er den wirklichen Grund noch nicht vollständig erfassen kann.

Eine bewusste oder unbewusste Bestrafung mit Liebesentzug bedeutet jedoch etwas anderes: Der erwachsene Mensch benutzt die emotionale und materielle Abhängigkeit des Kindes, vor allen Dingen dessen Grundbedürfnis nach Liebe und Anerkennung dazu, um seine Erziehungsvorstellungen oder gar eigenen Bedürfnisse durchzusetzen. Hier findet also eine Ausnutzung des Abhängigkeitsverhältnisses statt!

Nicht nur wir sind jedoch der Meinung, dass jedes Kind ein Recht auf Liebe und Wertschätzung hat, unabhängig von seinem Verhalten! Ich kann das Verhalten meines Kindes kritisieren und überhaupt nicht in Ordnung finden; es ist aber mein Kind und hat trotz seines Verhaltens ein Recht auf Liebe! Nur auf diese Weise kann das Kind ein stabiles Grundgefühl von Geborgenheit entwickeln und muss nicht ständig überlegen, wie es sich verhalten soll, damit seine Eltern es auch in Zukunft immer lieb haben.

Was sich hier jedoch so leicht und selbstverständlich anhört, ist in der (Eltern-)Praxis oft sehr schwer, da sollten wir uns nichts vormachen.


4 Weiterführende Links

Im folgenden haben wir einige Links aufgeführt, in denen Sie weiterführende Informationen zu diesem Thema finden. Wir weisen darauf hin, dass die dort gemachten Aussagen nicht immer unserer Meinung entsprechen müssen. Allerdings finden wir es wichtig, sich auch mit verschiedenen Sichtweisen zu befassen.

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